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Das Girl auf dem Rad mag es sportlich
Foto: modern-probs/Sebastian Staendecke /pixelio.de

Mit dem Bike in den Urlaub ...
Jetzt schon über die nächsten Ferien nachdenken ...
von Nicole Mrziglod


Auch wenn mal nicht das große Geld für den Luxusurlaub da ist - kein Problem - Urlaub muss nicht immer teuer sein. Eine günstige und vor allem umweltschonende Alternative, die bei Jugendlichen immer mehr an Beliebtheit gewinnt, ist der Fahrradurlaub. Einfach mal ein paar Freunde schnappen, sich ein schönes Ziel aussuchen und ab auf den guten alten Drahtesel. Langeweile kommt hier garantiert nicht auf. Vor allem für Naturfreunde, aber auch für ewige Couchpotatos und Neuentdecker ist es genau das Richtige. Schließlich kann man sich das Ziel frei wählen und auch die Strecken der eigenen Fitness anpassen, sodass es auch nicht zu anstrengend wird. Für Anfänger, die sich noch nicht raus in die weite Welt trauen, sind kleinere Tagestouren in der Gegend zum Einstieg empfehlenswert, möchte man Berge und Steigungen vermeiden sind Rhein, Moseltal oder andere Flusstäler geeignet. Schließlich sollte man sich vor allem, wenn man unerfahrener ist, in den Bergen nicht allzu viel vornehmen, da der geplante Urlaub dann schnell zu Enttäuschung und Demotivation führen kann, wenn Muskelkater einsetzt oder geplante Streckenziele nicht erreicht werden.

Profis und Bergfans hingegen sind im Bergischen Land oder im Westerwald genau richtig. Wer nach einem Schnuppertag noch nicht genug hat, sollte einen Urlaub auf jeden Fall in Erwägung ziehen. Lästige Spritkosten und Abgase werden schon vermieden. Alles was man einplanen sollte, ist etwas Zeit um das gesetzte Ziel zu erreichen. Für Anfänger sind hier 40 bis 50 Kilometer pro Tag mit einigen Pausen und eventuellen Sehenswürdigkeiten auf dem Weg realistisch und machbar, Profis können sich dann auch 80 bis 90 Kilometer täglich zutrauen. Auch wenn man sich mal verfährt, ist Ruhe geboten, das passiert jedem mal. Bei Jugendlichen ist das Nachbarland Holland ein beliebtes Ziel, wo Radwege gut ausgeschildert sind, um dort einige Tage am Meer zu verbringen oder zu Campen. Aber auch eine Tour zur nächsten Burg oder entlang des Rheins kann Spaß machen. Ein Klassiker ist es hierbei zum Beispiel, dass Fahrrad mit in die Bahn zu nehmen, einige Tage Ferien zu machen, um dann die Strecke zurück nach Hause zu radeln. Vor allem für Jugendliche aber auch Familien lohnt sich hier der deutsche Jugendherbergsausweis, um günstig an verschiedenen Orten zu übernachten. Immer mehr Organisationen bieten auch durchgeplante Gruppentrips für Fahrradfahrer an, aber mit wenig Aufwand ist auch der eigene Fahrradurlaub schnell geplant.

Hat man eine ungefähre Richtung oder ein bestimmtes Ziel im Kopf, kann man Fahrradkarten in jedem besseren Buchhandel ab etwa 10 Euro bekommen. Aber auch das Internet bietet verschiedene Fahrradroutenplaner, je nach Region mit eingetragenen Jugendherbergen und Übernachtungsmöglichkeiten. Zudem haben sich die meisten Bundesländer längst auf den ansteigenden Fahrradtourismus eingestellt und sind bestens mit Infomaterial und Fahrradwegen ausgerüstet, aber auch Internetforen sowie Informationsseiten können hier weiterhelfen.

Sind Strecke und Ziel sowie Übernachtungsmöglichkeiten eingeplant, ist vor allem ein funktionstüchtiges und sicheres Fahrrad wichtig. Natürlich muss es kein nagelneues Mountainbike sein und beim ersten Mal ist auch keine besondere Radfahrerausrüstung nötig, aber Bremse sowie Licht und Schaltung sollten in Ordnung sein. Hier empfiehlt es sich, das Rad noch einmal professionell von einem Fahrradladen in der Nähe durchchecken zu lassen. Diese Checks kosten meist um die 15 Euro, sind aber vor allem vor längeren Touren sehr wichtig. Auch bei der Wahl des Gepäcks ist Vorsicht angebracht. Hier lautet die Devise: Je leichter, desto besser. Die beste Lösung sind auf dem Gepäckträger angebrachte wasserdichte Satteltaschen in die alles verstaut wird, Rucksäcke und Taschen erschweren die Fahrt zusätzlich und sind oft einfach nur im Weg. Zudem ist Bewegungsfreiheit für den Körper bei längeren Fahrten enorm wichtig um nicht früh zu ermüden.

Beim Packen sollte das Wetter nie unterschätzt werden. Eine gute Regenjacke, aber auch Sonnencreme, Sonnenbrille und Sonnenhut sind sehr wichtig. Kleidung sollte möglichst bequem sein, aber beim Fahren nicht stören und auch in der Satteltasche nicht zu schwer wiegen.

Spielt man mit dem Gedanken solche Touren zu wiederholen kann es sich lohnen, über den Kauf von passender Radkleidung sowie Ausrüstung nachzudenken. Getränke sind wichtig, auch hier sollte man jedoch auf das Gewicht achten und am besten kleinere Flaschen einpacken. Wasser kann man ja in einem Kiosk oder ähnlichem vor Ort immer erwerben. Flickzeug ist für jeden Radfahrer ein Muss, Magnesiumtabletten und Müsliriegeln sollte man auch als Anfänger nicht vergessen, denn nach ein paar Tagen werden die meisten Beine schwer.

Wenn das Wetter dann noch mitspielt, steht dem perfekten Natur-, Freiheits- und Urlaubserlebnis nichts mehr im Wege.

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