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So sehen die Jugendlichen ihre Stadt Bergisch Gladbach Foto: Jörg

Garantiert unlangweilig!
Postkarten von Bergisch Gladbach mal ganz anders…

Jugendliche haben keinen Check von Bergisch Gladbach, interessieren sich nicht für ihre Stadt und hängen in ihrer Freizeit sowieso nur rum oder gehen shoppen! Wer erzählt eigentlich so einen Totalschwachsinn????

Dass auch Jugendliche echt was auf dem Kasten haben und sich ihr eigenes Bild von ihrer Stadt machen, haben 25 Mädchen und Jungs beim Jugendkulturprojekt 2008 gezeigt. Über mehrere Wochen haben sich die Jugendlichen im Alter von vierzehn bis neunzehn Jahren in ihrer Freitzeit getroffen, um Postkarten nach ihrem ganz persönlichen Geschmack zu gestalten. Zusammen mit der Künstlerin Ines Bongard-Deeters wurde zunächst gemalt, gebastelt und Material zu verschiedenen Themen gesammelt. Arbeitsgruppen zu den Themen „Mensch“, „Kultur“, „Natur“ und „Architektur“ haben sich dann ans Entwerfen von Postkarten gemacht: Von der Idee über das Foto bis zur Arbeit am Computer. Alles aus einer Hand - alles selbst gemacht. Übrigens hat das Q1-Team von dem Projekt einen fetten Film gedreht, der zeigt, was alles dabei herausgekommen ist.

Und das kann sich echt sehen lassen! Fantasievoll, bunt und einfach anders als die langweiligen Motive, die es sonst zu kaufen gibt, sind die Karten geworden. Da sieht man zum Beispiel eine bunte Collage des Rathauses mit Gesichtern, Kindern und einer witzigen „Super Sok Maket“-Beschriftung. Auf einer anderen Karte spiegelt sich ein bergisches Fachwerkhaus in einem spiegelähnlichen Ausschnitt. Das große aufgepixelte Motiv erscheint wie in einem Brennglas. Richtig profimäßig sehen die Karten aus Altenberg aus. Oder man sieht auf einer anderen Postkarte das immer wieder anders fotografierte Geschichte eines Mädchens kreuz und quer zwischen Straßenschildern von Bergisch Gladbach. Übrigens ist mein persönliches Lieblingsmotiv der knallbunte Punk, der zwischen schwarz-weißer Architektur steht.

(War das jetzt eigentlich zum Thema „Mensch“ oder „Architektur“? Egal - sieht jedenfalls klasse aus.) Es fällt fast schwer, einzelne Motive rauszugreifen, weil so viele coole Karten dabei herausgekommen sind.
Gedruckt wurden acht Karten, die man im Pressebüro der Stadt Bergisch Gladbach (im Rathaus Stadtmitte - wenn man reinkommt, links) kaufen kann. Entschieden wurde über diese kleine feine Auswahl von einer Jury, sogar Bürgermeister Klaus Orth war dabei. Es kann also keiner sagen, dass sich die Erwachsenen nicht für die Arbeiten der Schülerinnen und Schüler interessieren. Übrigens gab's am Ende ein Zertifikat, das sich sicher gut bei der Bewerbung um eine Lehrstelle macht. Kann jedenfalls nix schaden.

Ausgedacht hat sich das Jugendkulturprojekt Rita Binz vom Kulturbüro der Stadt Bergisch Gladbach, die nicht nur die Idee hatte, sondern die auch die Schulen angesprochen und das Geld für das Projekt besorgt hat. Gefördert wurde das Ganze vom Land Nordrhein-Westfalen mit Unterstützung vom Jugendamt, vom Stadtmarketing und vom Q1. Es haben also ganz viele Leute mitgemacht. Aber die wichtigsten waren natürlich die Schülerinnen und Schüler:

Mona Alina Becker, Marco Gaj, Alexander Gleich, Filimon Griebsch, Lucas Hamacher, Max Haselmayer, Sven Horst, Sabrina Huschka, Florian Kierdorf, Rebecca Klein, Neva Korkmaz, Tuncay Küp, Isabel Lindermann, Sophie Möbus, Leander Olschowy, Freya Overzier, Patricia Pelijak, Dominik Schäfer, Julia Straube, Kevin Wenzke, Katja Werheid, Mona Wilhelm, Elena Wolf, Mareike Wolf und
Maria Luisa Zieger

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