No. 2  
 

 


Das Magazin & Online


Blauer Dunst - viele können ohne ihn nicht leben
Foto: Hans Peter Dehn/www.pixelio.de

 

Rauchfrei - ein Erfahrungsbericht
„Im Januar 2008 habe ich nach fünf Jahren mit dem Rauchen aufgehört“.  - Melissa Thiemann

Zuerst habe ich im Dezember 2007 meinen Konsum von rund 35 Zigaretten auf etwa 20 Zigaretten pro Tag runtergeschraubt. Jede Woche habe ich meinen Konsum halbiert, bis ich im Januar dann ganz aufhörte. Unterstützung habe ich mir dabei durch ein kostenloses „Rauchfrei“-Paket von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) geholt. Dabei gab es ein Begleitheft, das man selbst auszufüllen hatte, und einen Kalender für die ersten 100 Tage mit lustigen Sprüchen zum Durchhalten. Wenn ich das Verlangen nach einer Zigarette verspürte, nahm ich stattdessen einen Kaugummi. Dazu riet mir mein Arzt, jedoch nicht allzu lange, da mein Körper ansonsten eine neue Sucht entwickeln würde und das Kaugummi-Kauen auch auf Dauer dick mache.

Anfangs hatte ich gar kein Verlangen nach Zigaretten und dachte, der Entzug wäre schon geschafft. Doch nach rund drei Wochen merkte ich erstmals das Verlangen nach dem Glimmstengel. Ich lenkte mich ab, indem ich zeichnete oder las. Nach drei Monaten war aber von der Gier nichts mehr zu spüren. Selbst in stressigen Situationen hatte ich nun andere Wege gefunden, ruhiger zu werden anstatt zu rauchen. Ab und zu gönnte ich mir eine Zigarette, wenn ich feiern ging - wie ich merkte, ein großer Fehler.

Im den Sommerferien bekam ich einen Rückfall, der knapp drei Wochen anhielt. Jedoch rauchte ich nicht wieder 30 Zigaretten, sondern nur etwa acht Zigaretten am Tag. Doch auch das gab ich schnell wieder auf, da ich daran dachte, wie einfach es vor einem halben Jahr für mich gewesen war. Ich glaubte an mich, es noch mal zu schaffen.

Jetzt rauche ich gar nicht mehr, selbst nicht beim Feiern. Den Zigarettenrauch, den ich selbst jahrelang freiwillig inhaliert habe, kann ich jetzt noch nicht mal mehr riechen....

 

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