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Das Magazin & Online

Hilfe-Rufnummern
und Internetseiten:

Kinder & Jugendtelefon:
0800-111 03 33

Jugendamt in Bergisch Gladbach:
02202-142814

Jugendberatung der
Arbeiterwohlfahrt
Soziale Dienste
Bensberger Str. 133
51469 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202-38559

Beratung für Kinder,
Jugendliche und Erwachsene
im evangelischen
Stadtkirchenverband Köln
Soziale Dienste
Milchborntalweg 4
51429 Bergisch Gladbach
Tel.: 02204-54004

Erzieherische
Jugendhilfe (Caritas)
Soziale Dienste
Hauptstr. 180
51465 Bergisch Gladbach
Tel.: 02202-1008601

www.bke-beratung.de
--> sehr gute Seite von der
Bundeskonferenz für
Erziehungsberatung

www.onlineberatung24.de/

jugendberatung24.de

www.arbeitsagentur.de
BergischGladbach@
arbeitsagentur.de

Beratungsstelle für Eltern,
Jugendliche und Kinder
Paffrather Straße 7-9
51465 Bergisch Gladbach
Tel: 02202-35016
E-Mail: eb-bergischgladbach@erziehungsberatung.net
www.erziehungsberatung.net

Stress zu Hause
„Solange du deine Füße unter meinen Tisch stellst ...“

„Solange deine Füße unter meinem Tisch stehen, entscheide ich, was du tust oder lässt“.
Diesen oder ähnliche Sätze hören Jugendliche fast täglich von ihren Eltern. Und auch wenn nicht alle es böse meinen und die meisten auf das Wohlergehen ihrer Kinder bedacht sind, kann Stress zu Hause mit der Familie für Jugendliche sehr belastend sein.
„Vor allem wenn die Gefühle verrückt spielen und in der Schule nichts klappt, hofft man auf etwas Rückhalt von den Eltern“, erzählt auch die sechzehnjährige Janina. Leider geraten Eltern und Jugendliche vor allem wegen unterschiedlicher Zukunfts- und Berufsvorstellungen oft aneinander. Wenn dann die Noten nicht stimmen, hängt der Haussegen schnell schief. Dabei ist es bei der aktuellen Arbeitsmarktsituation fast unmöglich, genau zu wissen, was man machen möchte. Es gibt eine Unmenge an Angeboten und Möglichkeiten, aus denen man wählen kann. Jedoch wird genauso verlangt, dass man sich ständig fort- und weiterbildet, sonst hat man eigentlich keine Chance. Geld ist hierbei eine Grundvoraussetzung, immer muss man sich blendend präsentieren und besser sein als andere. Wenn das alles zu viel wird und auch zu Hause nichts klappt, ist Hilfe oft notwendig. Viele Jugendliche versuchen mit Alkohol und Drogen vor ihren Problemen zu flüchten und machen alles noch schlimmer. Die Kluft zwischen Eltern und Kind wächst. Eskaliert die Situation, denken viele ans Ausziehen oder Weglaufen. Sie gehen kaum noch nach Hause, kommen bei Freunden unter oder suchen sich andere Schlafmöglichkeiten. Natürlich kann das Problem auch von den Eltern ausgehen. Was tun, wenn ein Elternteil Alkoholiker ist oder die Eltern komplett unausgeglichen sind? Man kommt nach einer Scheidung nicht mit Stiefvater oder -mutter zurecht und fühlt sich von den Eltern allein gelassen. Auch das ist keine Seltenheit.

Wo gibt es Hilfe?
Wohin kann man sich wenden, wer hilft weiter und weist Lösungen auf? Schnell kann man sich im Beratungswald verlaufen. Es gibt Beratungsstellen für alle möglichen Probleme. Egal ob bei Essstörungen, Drogenproblemen oder Gewalt zu Hause. Doch an wen muss man sich wenden? Wer hilft einem weiter? Hier hilft oft ein Anruf beim Jugendamt weiter. Man kann die Rufnummern verschiedener Anlaufstellen bekommen und sich Orientierung verschaffen. Schlägt man „das Örtliche“ auf, findet man gleich auf den ersten Seiten die Nummer des Kinder- und Jugendtelefons, darunter das Elterntelefon. Diese Nummern sind kostenlos und man kann sich beraten oder weiterleiten lassen. Wer sich nicht traut, gleich irgendwo anzurufen, kann auch im Internet nach Beratungsstellen suchen. Einfach „Jugendberatung“ in einer der großen Suchmaschinen eingeben und etwas heraussuchen. So bietet zum Beispiel die Bundeskonferenz für Erziehungsberatung kostenlose Beratung via Chat an. Es gibt Einzelberatung, offene Sprechstunden und ein Forum, auf dem man sich mit anderen Jugendlichen austauschen sowie Erfahrungen teilen kann. Außerdem kann man die eigene Postleitzahl eingeben, um Beratungsstellen in der Gegend zu finden.

So war es bei Florian
Auch Florian (18) hatte Probleme zu Hause. Seine Mutter hatte keine Zeit, sich um ihn zu kümmern, war mit ihrem Job und den Geschwistern überfordert. Irgendwann hing er nur noch im Park herum und brach die Schule ab. Drogen und Alkohol waren seine Zuflucht. Schließlich schaltete die Mutter das Jugendamt ein, da sie selbst an ihren Sohn nicht mehr herankam. Drogen- sowie Berufsberatungen folgten. „Am Anfang hatte ich keinen Bock auf diesen ganzen Kram, schließlich fühlte ich mich allein gelassen und verraten, aber mittlerweile bin ich froh, dass meine Mutter doch Angst um mich hatte und bereit war mir zu helfen.“ Jetzt holt er seinen Schulabschluss nach und plant auch, mit einer Ausbildung anzufangen. Die Beratungsgespräche waren jedoch zahllos. Egal, ob allein oder mit der Familie, Vertrauen aufzubauen war ein langwieriger Prozess. Dennoch sollte man Hilfe suchen und sich auch helfen lassen, wenn man merkt, dass man alleine mit der Situation nicht mehr klarkommt.


Jeder hat Probleme, man braucht sich deshalb nicht zu schämen. Gerade deshalb gibt es ja Jugendberatungsstellen.

 

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