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Anja Brinker freut sich über
sportliche Erfolge und weiß,
dass sie dem Sport viel zu verdanken hat.
Fabian Hambüchen liebt den Sport,
sein Hobby und seinen Beruf,
gleichermaßen Fotos: Archiv
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Sport - Stress, Hobby oder Spaß?
Wie viel Arbeit ist bis
zum Olympiasieg nötig?„Hey, kommst
du heute Abend mit in die Disco?“
„Nee, das geht gar nicht. Muss Morgen früh ausgeschlafen sein.
Wettkampf in Bochum. Da geht’s ganz früh raus aus den Federn. Sorry“
„Was hälste von nen dicken Burger. Mit echt krass Pommes drauf.
Hätt ich jetzt Lust zu. Du auch?“
„Jo Mann, hört sich geil an, aber ist im Moment bei mir nicht angesagt.
Muss mein Gewicht halten.
Da darf ich nix Fettiges in mich rein schaufeln.
Aber trotzdem: Guten Hunger!“
„Oh Mann, du hörst dich aber richtig gut verschnupft an.
Willste nicht mal was richtig Gutes dagegen einnehmen?“
„Ja, würde ich ja gerne. Aber das Mittel, das mir hilft,
steht ganz oben auf der Dopingliste -
dann brauch ich nie mehr an den Start zu gehen,
wenn ich damit einmal aufgefallen bin.“
Gespräche dieser Art laufen so und ähnlich mit Sicherheit oft genug auf dem
Schulhof,
in den Pausenräumen oder in der Klasse. Der eine ist ein ganz „normaler“
Schüler,
der sich auf den Hamburger oder den Abend in den Disco freut -
am liebsten ohne laufende Schniefnase.
Der andere ist der Leistungssportler, der bei vielen dieser Gelegenheiten
außen vor steht und sich voll und ganz -
neben der Schule - auf seinen Sport konzentriert. Auf sein Hobby.
Aber ist das denn noch Hobby, und macht das denn noch Spaß,
wenn so vieles andere auf der Strecke bleibt.
Es geht ja nicht nur ums Essen und Trinken, ums Tanzen und um die
Gesundheit.
Manche Freundin, mancher Freund hat schon die Beziehung geschmissen, weil
der Sport
ständig den Vorzug vor dem gemütlichen Abend zu zweit erhielt.
Artet da nicht Spaß und Sport, das Hobby, in Stress aus?
Nehmen wir als Beispiel die 18-jährige Olympia-Turnerin Anja Brinker.
Ihr Heimatverein ist der TV Herkenrath, sie trainiert im Leistungszentrum
Bergisch Gladbach,
wo sie zeitweise im Internat lebt und das Herkenrather Gymnasium besucht.
Sie ist nur 1,52 Metern groß und 39 Kilogramm schwer, derart also
prädestiniert
für komplizierte Sprünge und schwierige Akrobatikteile. Aber da ist nix mit
Hamburger,
Pommes und Majo. Diät halten ist angesagt.
Und trotzdem sagt die Sportlerin: „Turnen ist die coolste Sportart, weil sie
vielseitig und elegant ist.“
Der Sport macht ihr Spaß und bietet auch so manches.
Dem Sport verdankt sie zum Beispiel, dass sie viel in der Welt rum kommt
und dann Dinge sieht und erlebt, von denen ihre Klassenkameradinnen und
Freunde nur träumen können.
Oder Fabian Hambüchen, in Bergisch Gladbach geboren.
Der 21-Jährige hat mittlerweile sein Hobby, den Sport, zum Beruf gemacht.
Auf seiner Homepage gibt er als Beruf „Profisportler“ an.
Und trotzdem liebt er den Sport, sein Hobby, das Turnen - seinen Beruf eben
- nach wie vor:
„Beim Turnen bekommt man das Gefühl zu fliegen, das liebe ich am meisten.“
Er hat nicht viel Zeit, sich abends mit Kumpels in der Disco zu treffen.
Tägliches Training fordert schließlich ganzen körperlichen Einsatz.
„Ich habe wenig Zeit und die Stunden, die ich für mich habe,
verbringe ich am liebsten mit meiner Freundin.“ |