No. 4  
 

 


Das Magazin & Online


Moritz Steiner beim Muay Thai Training
Foto: privat



Dirk führt in der
Kampfsportakademie Cho
eine Figur vor
Foto: privat


Dirk (zweiter Dan) in Aktion!
Hier führt er einen heftigen Sprungtritt
gegen den Sandsack durch.
Foto: privat

von Moritz Steiner



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Macht Kraft Macht?
Kampfsport - Hobby oder überlebenswichtig?


Nachts, halb eins an der Bushaltestelle. Patrik hat seinen letzten Bus verpasst und ärgert sich, als auch schon Erik und Lukas um die Ecke kommen. „Ey, lass dein iPhone rüberwachsen“, raunzt Erik und droht Patrik mit einem Messer. Doch im nächsten Moment liegt er schon am Boden und Patrik ist über alle Berge.

Was war passiert? Erik und Lukas hielten sich zu zweit und mit einem Messer bewaffnet für überlegen. Sie dachten, dass sie mit Hilfe von körperlicher Überlegenheit an Patriks iPhone kommen könnten. Doch damit, dass Patrik durch seinen Kampfsport stärker war, hatten sie nicht gerechnet.
Im Leben gibt es oft die Situation, in denen Leute versuchen, mit Gewalt ihren Willen durchzusetzen. Beginnend bei einem Kind, das ein anderes schlägt, um an eine Schippe zu kommen, bis hin zu Krieg um Öl, Länder oder Religion.

Aber kann man mit Gewalt alles erreichen?
Man ist zwar in der Lage, materielle Dinge wie eine Schippe oder ein iPhone in seinen Besitz zu bringen. Doch wer sich auf Gewalt verlässt, dem fehlt es später an anderen wichtigen Gefühlen wie Freundschaft, Liebe und Vertrauen.

Also warum überhaupt einen Kampfsport Erlernen?
Es gibt viele Gründe Kampfsport zu erlernen. Jeder Kampfsportler hat eine eigene Story und eigene Gründe, warum er Kampfsport erlernt. Die Einen trainieren zum Selbstschutz, andere weil es den Körper vielseitig trainiert. Wieder andere sehen es einfach als Hobby oder Zeitvertreib.
Bei Marie ist alles gut gegangen, aber nicht immer können vor allem jüngere Mädchen, die schwanger werden, auf die Unterstützung von Familie und Freund zählen. Hilfe gibt es bei Beratungsstellen für Schwangerenkonflikte, aber auch das Jugendamt kann helfen und vermitteln. Das Wichtigste ist, Hilfe zu suchen und sich nicht zu verstecken.
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Was ist ein Dan (Schwarzgurt)?
Viele Kampfsportrichtungen, wie z.B. Kung-Fu, Taekwondo und Karate führen an ihren Kampfsportschulen
so genannte Gürtelprüfungen durch.
Nach deren erfolgreicher Absolvierung die Teilnehmer einen Kup* im Rang aufsteigen können. Doch wenn man die Kampfsportschule wechselt oder verlässt, werden die bisher
erarbeiteten Gürtel hinfällig.
Erst nach Erreichen des ersten Dan, den man sich in vier Jahren mit viel Training erarbeiten kann, zählt man offiziell als Kämpfer. Dieser Rang bleibt lebenslänglich erhalten.
Auf den ersten Dan folgt der zweite, und so weiter. Es gibt insgesamt zehn Danstufen. Doch der Zehnte ist nur
als Ehrenauszeichnung erhältlich für Persönlichkeiten,
wie etwa das Oberhaupt der Shaolin Mönche.


*Es gibt neun Kups.
Man fängt mit dem Neunten
an und arbeitet sich
zum Ersten hoch,
auf den der erste Dan folgt.