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Das Magazin &
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Das geht unter die Haut
und bleibt dort -
zumindest bei den meisten Menschen,
die sich einmal dafür
entschieden haben.. Foto: privat

Saubere Maschinen sind das A und O
eines guten Tattoo-Studios.
Kein Arzt würde mit
schmutzigen Spritzen arbeiten.
Der Tattoo-Spezialist sollte
dies auch nicht tun. Foto: privat

Künstlerische Begabung ist gefragt,
wenn das Tattoo gut aussehen soll.
Eine ruhige hand ist außerdem
ganz nützlich. Foto: privat
von Sara-Lena Niebaum
Sara-Lena Niebaum hat sich
eingehend mit den Themen
Tattoo und Piercing beschäftigt.
In diesem Q1stein - Das Jugendmagazin
lest ihr zunächst etwas über Tattoos.
In der nächsten Ausgabe folgt
dann ihr Report über Piercing.

Ein Tipp für
Bergisch-Gladbach:
Skinworks,
Hauptstraße 346a,
51465 Bergisch Gladbach,
Tel.: 02202/245577
www.skinworks.de
(Sehr sauberes Studio;
zuverlässige Beratung
in Fragen zu Piercing,
Tätowierungen und
Laserbehandlungen)
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Tattoos und Piercings
Mehr als nur Lebenslange Accessoires
(Teil 1: Tattoos)
Tattoos haben sich in den letzten
Jahren eher zu einem Trend als zu einer Kultur entwickelt. Es ist fast
unmöglich geworden, jemanden aufgrund einer Tätowierung einem speziellen
sozialen Umfeld oder einer Gruppe zuzuordnen: Diese („etwas anderen“)
Kunstwerke sind für jeden zugänglich und anscheinend auch eine neue
Möglichkeit der selbst entschiedenen, individuellen Darstellung.
Mittlerweile gilt: Jeder zehnte Deutsche sei tätowiert und die Zahlen
tendieren dazu, sich nach oben zu entwickeln. Doch neben der Euphorie, die
Tattoos bewirken, sollten einige Risiken und vorab zu treffende
Entscheidungen nicht außer Acht gelassen werden.
Das Motiv
Natürlich ist die Auswahl des Motivs die wichtigste Entscheidung, die vor
jeder Tätowierung getroffen werden muss. Es sollte jedoch jedem bewusst
sein, dass diese Zeichnung den Körper wirklich den Rest des Lebens
„schmückt“, denn es bringt nichts, sich unter dem Vorsatz einer möglichen
späteren Entfernung tätowieren zu lassen.
Wie in jeder anderen Modebranche, gibt es natürlich auch bei Tattoos Trends,
die sich darin äußern, wie häufig ein Tattoo-Stil in einer bestimmten Zeit
tätowiert wird.
Es gibt Tribals, Fantasyzeichnungen, chinesische Schriftzeichen,
Blumenmuster, Porträts, Bandnamen, Lebensmottos und viele andere Stile. In
den 90ern waren vor allem Tribals in, zu denen auch das bekannte
„Arschgeweih“ gehört. Inzwischen gibt es aber immer mehr Leute, die sich
Gesichter von ihren Kindern oder auch von Idolen stechen
lassen.
Generell gilt: Wer sich für eine bestimmte Zeichnung entscheidet, muss mit
den Konsequenzen leben! Das hört sich zwar hart an, aber ist doch von umso
größerer Bedeutung, wenn man an die denkt, die sich Namen ihrer Partner
tätowieren lassen. Nur weil diese Liebe wortwörtlich „unter die Haut geht“,
ist nicht garantiert, dass sie ewig hält.
Das gleiche gilt übrigens auch für politische Parolen und Bandnamen. Am
persönlichsten und individuellsten sind eigene Kreationen und Ideen, bei
deren Umsetzung der Tätowierer sicherlich gerne hilft.
Die Auswahl des Studios
Doch nicht nur die Auswahl des Motivs sollte gut durchdacht sein, sondern
auch die Auswahl eines Tattoo-Studios kann und sollte viel Zeit in Anspruch
nehmen. Man muss sich einfach darüber im Klaren sein, dass Tätowieren nicht
nur eine Leidenschaft, sondern auch ein Gewerbe ist, bei dem Geld sehr wohl
eine Rolle spielt. Das äußert sich natürlich in den Preisen, die nicht nur
stark unterschiedlich sein können, sondern auch von der gewünschten Stelle
abhängen sowie von der Entscheidung ob das Tattoo farbig sein soll oder
nicht. Es ist also wichtig, mehrere Angebote einzuholen und nicht einfach
danach zu entscheiden, in welchem Studio ein Termin am schnellsten möglich
ist. Wer die Zeit hat, ein Leben lang mit einem Tattoo herumzulaufen, der
sollte sich auch die Zeit lassen, um sich in jeder Hinsicht sicher zu sein.
Bevor man aber zu den Studios geht, sollte man sich über die genauen Fragen
und daraus abzuleitenden Informationen klar sein. Manchmal ist es im
Folgenden auch nicht schlecht, danach zu entscheiden, bei wem man sich gut
beraten fühlt und wer vertrauensvoll erscheint: Denn auch beim Tätowieren
kommt es auf die Chemie zwischen Kunde und Künstler an! Der Tätowierer muss
verstehen, was genau der Kunde will, außerdem sollte eine gute Nachsorge und
Erläuterungen zur häuslichen Pflege gewährleistet sein, denn dieser bedarf
jedes Tattoo.
Hat man sich dann entschieden, ist es bei den meisten Studios obligatorisch,
eine Anzahlung zu leisten, die auch dem Tätowierer eine Art Garantie gibt,
denn der eigene Termin nimmt auch anderen die Möglichkeit dann tätowiert zu
werden.
Ein Tipp für jeden: „Hol dir auch Informationen und Empfehlungen bei bereits
tätowierten Freunden oder Freundinnen, denn die wollen ja auch nur das Beste
für dich“.
Die Tattoo-Entfernung
Da immer mehr Leute tätowiert sind, ist natürlich auch der Anteil derer
gestiegen, die sich ein Tattoo wieder entfernen lassen möchten. Deswegen
wurde in den letzten Jahren genau an dieser Technik geforscht und gefeilt.
Es gibt verschiedene Möglichkeiten, sein Tattoo wieder loszuwerden, die
allerdings nicht unbedingt schmerzfrei sind: Herausschneiden, Abschälen der
Haut mit Stäbchen, Säureverfahren - kurz: nicht wirklich angenehm! Die am
meisten verbreitete Methode ist die Entfernung mit Laser. Bei einer
Tätowierung werden über die Nadel Farbpartikel in die Haut eingebracht, die
aber zu groß sind, um von der Haut selbstständig wieder entfernt zu werden.
Der Laser-Lichtstrahl zerteilt dieses Farbpigment, so dass einzelne kleine
Partikel entstehen, die von jedem körpereigenen Abwehrsystem abgetragen
werden können. Dabei stößt das Gewebe diese Moleküle ab. Das Gute an dieser
Methode: Wird alles richtig behandelt und durch Nachsorge abgesichert, dass
die Oberhaut nicht verletzt wird, können KEINE NARBEN entstehen! Durch die
Länge des Abtragungsprozesses ist es allerdings nötig, den Vorgang in
mehreren Sitzungen zu wiederholen.
Natürlich ist das Ganze nicht umsonst. Die Kosten einer solchen
Laserbehandlung liegen bei rund 150 Euro, so dass man bei lediglich fünf
Behandlungen schon mit 750 Euro rechnen muss. Insgesamt hängt die Anzahl der
Sitzungen vom Erfolg und von der Größe des Tattoos ab. Teilweise kann auch
pro Stunde abgerechnet werden.
Die Pflege
Ein frisch gestochenes Tattoo wird mit einer Folie überdeckt, damit keine
Luft und kein Dreck an diese Hautstelle gelangt. Dadurch werden Entzündungen
vermieden, denn jede Tätowierung ist auch eine offene Hautverletzung. Die
Poren können sich so in den ersten Stunden schließen und zudem Wundwasser
ausscheiden. Zur direkten Beruhigung der Haut wird noch im Studio Creme
aufgetragen. Die Folie kann nach drei bis vier Stunden entfernt werden und
das Tattoo sollte mit lauwarmem Wasser und Seife abgewaschen werden. Es ist
sehr wichtig, dass keine parfümhaltigen Seifen oder Lotionen verwendet
werden und mit der Verletzung vorsichtig umgegangen wird, deswegen sollte
auch auf Waschlappen verzichtet werden. Ab jetzt muss das Tattoo mehrmals
täglich eingecremt werden. Hierzu ist eine neutrale Wund- und Heilsalbe zu
empfehlen.
Das Wichtige und zugleich Schwierige bei der Pflege ist, dass die Salbe
nicht einmassiert wird, sondern nur eine dünne Schicht die Haut bedeckt.
Schwimmen, Sauna, Solarium, Schweiß treibender Sport - das alles ist für die
nächsten vier Wochen tabu.
Da kein Tattoo-Studiobetreiber überwachen kann, ob jemand die
Pflegeanweisungen befolgt, wird man grundsätzlich auf eigene Gefahr
tätowiert. Aber: Mit der richtigen Pflege kann jedes Tattoo auch in 20
Jahren noch gut aussehen.
Das Fazit
Tattoos sind eine tolle Möglichkeit sich selbst darzustellen und machen in
jeder Hinsicht Individualität aus. Sie müssen nicht für Jeden verständlich
sein, sondern nur für den, der sie trägt und manchmal sind sie noch viel
tiefgründiger, als Außenstehende beurteilen können.
Sie können uns unabhängig machen, zu einer Gruppe dazu gehören lassen, ein
Geheimnis bewahren, den Körper kreativer gestalten. Sie können mehr als
Accessoires und Kleidung, aber sind dafür nicht so einfach austauschbar.
Jeder, der sich für ein Tattoo entscheidet, sollte sich seiner Sache sicher
sein und sich selbst Zeit lassen. Es geht bei Tattoos nicht nur um eine
Modeerscheinung, denn sie können zu gesellschaftlichen Belastungen werden,
anders als ein Paar Schuhe oder ein T-Shirt.
Für viele signalisieren sie immer noch Abgrenzung, Differenzierung und
Protest. Das ist mittlerweile zwar nicht mehr so akut, aber in manchen
Berufsfeldern ist Körperschmuck jeglicher Art trotzdem nicht erwünscht,
worüber man sich im Klaren sein muss.
Tattoos sind Ausdruck einer Lebensweise: Sie stellen dich nicht nur dar,
sondern sie bleiben auch für immer.
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