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Von Stella Nix

Foto: privat
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„Glennkill“ - wenn Schafe
einen Mord aufklären
Eine Buchkritik
Eines Tages findet George
Glenn's Herde ihren Schäfer hinter der Scheune. Tot. Mit einem Spaten im
Bauch. Die verwirrten Schafe beschließen daraufhin den Mord aufzuklären. Ja,
richtig. Schafe. Denn es sind nicht irgendwelche Schafe, sondern solche mit
Namen wie Miss Marple, das wahrscheinlich intelligenteste Schaf der Welt,
oder Mopple the Whale, das Gedächtnisschaf, das niemals etwas vergisst. Also
versuchen die Schafe alle zusammen mit ihren individuellen Eigenschaften und
Fähigkeiten den Mord aufzudecken und ihren Schäfer zu rächen.
Da ihr Schäfer ihnen viel aus Pamela-Romanen oder Krimis vorlas, erweist
sich dieses mit ihrem gewonnenen „Grundwissen: Mensch“ auch als weniger
kompliziert, als erwartet (Was natürlich nicht heißt, dass die Schafe dieses
Problem so lösen wie wir. Nein, diese Schafe haben da andere Wege!)
Durch viele Missverständnisse auf Seiten der Schafe, wie zum Beispiel eine
Verwechslung des Pfarrers mit Gott persönlich, bringt einen das Buch immer
wieder zum Lachen. Die Autorin verdient wirklich großes Lob für die
sprachliche Umsetzung, wenn z.B. Schafe an der Leiche „kühn vorbeiweiden“.
Sie schafft es irgendwie den eher dämlichen und naiven Ruf der Schafe
beizubehalten und trotzdem komplett zu verändern.
Meiner Meinung nach hat das Buch seinen wochenlangen Halt auf der
Bestsellerliste voll und ganz verdient. Ich hatte zwar bereits gelesen, dass
das Buch gut sein sollte, doch so ein Meisterwerk hatte ich nicht erwartet.
Besonders unterhaltsam für mich war die Dämlichkeit der Schafe, wenn sie z.
B. eigentlich vorm Metzger flüchten sollten, doch ihnen vor Angst nichts
Anderes einfällt, als sich hinzusetzen und zu kauen, „denn solange man kaut,
kann nichts Schlimmeres passieren. Auch wenn man schon lange kein Gras mehr
zwischen den Zähnen hat.“ !
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