No. 8  



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Q1stein - das Jugendmagazin


 

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Piercing - ein Generationenkonflikt?

Die Q1stein-Redaktion hat Eltern zum Thema befragt


In den letzten Ausgaben des Q1stein - Das Jugendmagazin ging es um Tattoos und Piercings. Eine Mode, die vor allem bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen in vielerlei Variationen sehr beliebt ist. Wir sind losgezogen und haben mal nachgefragt, was denn unsere Eltern so davon halten.

Schließlich zählt ja nicht nur die Meinung der jungen Leute. Vielleicht ein kleiner Generationenkonflikt? Wie sieht es bei unseren Eltern aus? Und was halten die etwas jüngeren Eltern zwischen 20 und 30 davon, die vielleicht nur ein paar Jahre älter sind als wir selbst? Um einen kleinen Überblick zu erhalten (nein, wir haben keine wissenschaftliche Studie durchgeführt, sondern wollten nur ein kleines Meinungsbild erhalten) stellten wir verschiedene Fragen zum Thema Körperschmuck.

Wir befragten fünf Eltern im Alter von 26 bis 55 Jahren mit Kindern im Alter von zwei bis 22 Jahren. Hierbei kam raus, dass auch Mütter und Väter sich nicht unbedingt immer einig sind, wenn es um ihre Kinder und deren Piercings/Tattoos geht. Oft haben junge Mütter oder Väter heute selber Piercings oder Tattoos und kennen daher auch die Risiken solcher Eingriffe.

Einig scheinen sich die meisten Eltern darüber, dass deren Sprösslinge mindestens 16 Jahre alt sein sollten, damit das Thema Piercing oder Tattoo überhaupt zur Sprache kommt. Aber vor allem die Eltern über 40 Jahre waren meist entweder ganz gegen die Nutzung der Körpermodifikationen oder waren der Meinung, dass die Jugendlichen abwarten sollten bis sie 18 wären, um danach eine eigene Entscheidung zu treffen. Eine Mutter wollte außerdem in die Auswahl des Motives für ein Tattoo ihres Kindes mit einbezogen werden. Die beiden befragten Eltern zwischen 26 und 30 Jahren schienen der Mode der Tattoos und Piercings generell offener gegenüber zu stehen als die Eltern im Alter von 46-55 Jahren. Die etwas älteren Mütter und Väter schienen z.B. abgeneigt zu sein, weil sie medizinische Probleme befürchteten. Außerdem waren Piercings und Tattoos in deren Jugend kaum präsent bzw. noch nicht so modern wie heute. Man kann aber nicht sagen, dass Eltern generell gegen Tattoos oder Piercings sind. So sagte uns eine Mutter, dass es ihr egal sei, solange Kinder anderer Eltern so etwas machten, nur bei ihren eigenen Kindern sähe sie es nicht so gerne.

Zwei der Befragten Eltern hatten selbst Tattoos oder Piercings und waren deshalb auch bereit, ihre Kinder bei der Entscheidung zu einem Piercing oder Tattoo zu beraten, bzw. selbst mit ins Studio zu gehen. Eine Mutter gab an, dass sie sich selbst dadurch sicherer fühlen würde und unter anderem die Seriösität oder eventuelle Hygienemissstände des Geschäftes einschätzen könnte. Aber in einem Punkt waren sich alle befragten Eltern einig: Den kompletten Piercingschmuck oder das komplette Tattoo würden sie ihrem Spross nicht bezahlen. Zwei der Befragten Elternteile würden evtl. etwas Geld beisteuern, aber eure Piercings und Tattoos müsst ihr euch wohl selber bezahlen. Sorry Leute ;-)

Problematisch wird es, wenn ein Jugendlicher unter 18 Jahren sich ohne Genehmigung der Eltern hat piercen oder tätowieren lassen. Denn das ist nicht nur gefährlich, sondern auch illegal. Eine Mutter gab an, dass Sie den Tatoowierer oder Piercer anzeigen würde, wenn ihr minderjähriges Kind ohne Erlaubnis mit einem Piercing oder Tattoo zu Hause auftauchen würde.

Wir haben gemerkt, dass Eltern viele verschiedene Meinungen zum Thema Piercing und Tattoos haben. Viele sind nicht unbedingt begeistert davon, dass sich ihre Söhne und Töchter piercen und tätowieren lassen, andere stehen der ganzen Sache offener gegenüber. Aber eins scheint klar zu sein: Im Endeffekt geht es den Eltern um das Wohl ihrer Kinder. .