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Von Stephanie Pauli

Foto: privat
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Die Sprache der Jugend ist
endlich entschlüsselt!
Stephanie Pauli aus dem
oberfränkischen Kulmbach hat die Sprache der Jugendlichen „gecheckt“ und die
Ergebnisse in ihrem Buch „Ey Alter, du bist voll der Wort-Checker!“
festgehalten. Die Erkenntnisse sind interessant, spannend, witzig,
schockierend, überraschend, aber auch nicht immer unerwartet. „Ey Alter,
watch out, voll der Bonsai, der da im Cellulitezentrum chillt!“ Na, alles
verstanden? In dieser Äußerung wird auf einen kleingewachsenen Jungen, der
sich im Schwimmbad etwas ausruht, hingewiesen. Aber drücken sich Jugendliche
wirklich in dieser Art aus? Ist man als Heranwachsender umso cooler, je mehr
man in dieser Weise spricht? Stimmt es, dass sich junge Leute verstärkt dem
Vulgärjargon oder der Fäkalsprache bedienen? Und was haben die Medien mit
dem Phänomen zu tun?
Um diesen Fragen auf den Grund zu gehen, hat Stephanie Pauli Schülerinnen
und Schüler einer Hauptschule und eines Gymnasiums befragt und die
Ergebnisse in einem Buch festgehalten. Als Vergleichsinstanz hat die
24-Jährige auch ein paar Lehrer befragt, die ihre Meinung zur Jugendsprache
kundgeben sollten. „Ey Alter, du bist voll der Wort-Checker!“ lautet der
Titel des Werkes, in dem aufgeschlüsselt wird, wie die „Jugend von heute“
ihre eigene Sprechweise und auch sich selbst sieht sowie was sich hinter den
ach so coolen Wörtern verbirgt.
156 Fragebögen hat Stephanie an ihre Studienobjekte verteilt, um an die
Informationen für das Buch zu kommen. 40 Fragen galt es darauf zu
beantworten. Die Erkenntnisse, die die Studie gebracht hat, sind zum Teil
sehr überraschend. So ist der Einfluss diverser Jugendzeitschriften auf die
Ausdrucksweise Heranwachsender wesentlich geringer, als man vermuten möchte.
Die meisten Jugendlichen empfinden z.B. die Sprache der „Bravo“ als
aufgesetzt und meinen, die Ausdrücke hätte ein 30-jähriger Reporter
konstruiert. Auch kuriose Wortschöpfungen wie „smirten“ (von engl. ‚to
smoke‘ und ‚to flirt with sb‘), die in vielen Jugendsprachewörterbüchern
proklamiert werden, benutzt kaum ein Jugendlicher, wenn er zum Ausdruck
bringen möchte, dass er beim Rauchen flirtet.
Außerdem hat Stephanie Pauli herausgefunden, dass sich nicht alle
Jugendliche in der gleichen Art äußern: „Die Sprechweise unterscheidet sich
z.B. nach Hobbies, da jedes Interessengebiet einen eigenen Fachwortschatz
hat. Anhänger der Heavy-Metal-Musik reden anders als diejenigen, die Hip Hop
hören. Fußballer sprechen anders als Kickboxer. Und da der Spruch gilt:
„Gleich und gleich gesellt sich gerne“ bilden sich Freundescliquen nach den
individuellen Interessenslagen aus.“ So entstehen eigentlich viele
verschiedenen Jugendsprachen.“ erklärt Stephanie, die an der Universität
Bayreuth Germanistik und Romanistik studiert hat. „Außerdem spricht nicht
jeder gleich jugendlich: Viele Heranwachsende distanzieren sich von allzu
derben und vulgären Ausdrücken, da sie diese zu heftig und nicht angebracht
finden.“ Aus diesem Grund achten viele Mädchen und Jungs auch zuhause genau
auf ihre Wortwahl, um größere Konflikte mit den Verwandten zu vermeiden.
„Einer meiner Befragten zügelt seine Zunge, da er sonst von seiner Oma nicht
mehr bekocht werden würde.“
4 Monate hat Stephanie an der Erstellung des Textes gearbeitet, weitere 3
Monate hat es gedauert, bis das Buch auf dem Markt war. Es ist angereichert
mit einen emotionalen Vorwort, in dem die Kulmbacherin ihre Leidenschaft für
das Schreiben und in witziger Weise die Entstehung der Werkes schildert: „Im
Laufe der Arbeit habe ich mich gefühlt wie Sisyphus, nur dass ich anstatt
eines Felsblocks Worte transportieren sollte.“ Zudem ist der Studie mit der
Vorstellung der Studentenkrankheit „Morbus Studiosi“, die in 3 Stadien
abläuft, noch ein „Special Feature“ angeschlossen. Und für wen ist das Buch
geeignet? „Für Jugendliche, die sich über ihre eigene Generation informieren
wollen, Deutschlehrer – weil das Buch die neuesten Forschungsergebnisse
präsentiert -, Germanistik-Studenten und alle, die am Puls der Zeit bleiben
wollen. Es ist so geschrieben, dass es für jedermann verständlich ist.“ rät
Stephanie Pauli. !
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„Ey Alter, du bist voll der Wort-Checker!“

Das Buch „Ey Alter, du bist voll der Wort-Checker!“ ist nun in jeder
Buchhandlung und im Online-Shop des Verlags
www.tredition.de für
15,90 Euro erhältlich. Viel Spaß beim Worte checken!
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