Jugendarbeit für die nächsten fünf Jahre gesichert
Die Verträge sind unterzeichnet – ein Fundament für die offene Jugendarbeit
Über die Zukunft der Einrichtungen der Offenen Kinder- und
Jugendarbeit wurde in den letzten Monaten diskutiert, gerungen und letztendlich
ein allseits tragfähiger Kompromiss erzielt. Nun kamen die Vertreterinnen und
Vertreter von Stadt und Trägern zusammen, um die Verträge für die nächsten fünf
Jahre zu unterzeichnen. Die Schriftstücke regeln zum einen die Förderung der
sieben Bergisch Gladbacher Einrichtungen durch Land und Stadt, zum anderen die
Aufgaben der Träger der Offenen Kinder- und Jugendarbeit.
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Das
Foto zeigt (sitzend v.l.): Ulla Forster, Norbert Engelen (beide Krea e.V),
Ricarda Appel
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Mit der Unterschrift der Beteiligten wird während der gesamten
Vertragslaufzeit ein konstant stabiles Fundament für die Jugendarbeit
garantiert. Dies zu erreichen war eine große Herausforderung, denn deren Etat
unterliegt zu einem erheblichen Teil den nothaushaltsbedingten Einschränkungen,
so dass nach den Buchstaben des Gesetzes jedes Jahr eine Kürzung von 10 % beim
Anteil der freiwilligen Leistungen erfolgen müsste. Unterm Strich ergäbe dies
eine Reduzierung des Gesamt-Etats der Offenen Kinder- und Jugendarbeit von heute
ca. 860.000 Euro auf ca. 724.000 Euro im Jahre 2015.
Stadt und Träger einigten sich schließlich auf ein
„Mittelwertkonzept“, sparen künftig also jedes Jahr den gleichen Betrag – zu
Anfang mehr, am Ende weniger - und unterm Strich dieselbe Gesamtsumme wie
gesetzlich vorgeschrieben. Die Aufsichtsbehörde gab grünes Licht, und so konnte
ein kontinuierliches Finanzierungsmodell beschlossen werden, das allen
Beteiligten Planungssicherheit einräumt.
Die Träger „revanchierten“ sich mit einem Konzept zur Aufrechterhaltung von
insgesamt sieben Einrichtungen einschließlich der Kreativitätsschule, unter zum
Teil erheblicher Aufstockung des Anteils der ehrenamtlichen Arbeit. Dieses
Förderkonzept strebt an,
dass die Angebote von möglichst vielen Kindern und Jugendlichen
in Bergisch Gladbach erreicht werden können und damit auch weiterhin
grundsätzlich ein Angebot für alle Kinder und Jugendlichen in Bergisch Gladbach
besteht.
Bürgermeister Lutz Urbach äußert sich höchst zufrieden über das nun erreichte Ziel: „Die Träger haben verstanden, worum es geht und sich höchst kreativ auf die allgemein schlechte Finanzlage eingestellt. Ich wünschte, die Verhandlungen wären stets so fruchtbar, wenn Einsparungen und Standardreduzierungen gefragt sind.“
so gleichlautende Pressemitteilung der Stadt Bergisch Gladbach vom 22. Dezember 2010